Montag, 5. Februar 2018

[Rezension] Love and Confess - Colleen Hoover

[Rezension] Love and Confess - Colleen Hoover

 Titel: Love and Confess
Autor: Colleen Hoover
Seitenzahl: 400
Verlag: dtv
ISBN-10: 3423717599
ISBN-13: 978-3423717595
Erscheinung Erstausgabe: 20.11.2015

Genre: Liebesroman
Handlungsort: Dallas


Inhalt:

Mit 15 Jahren erkrankte Auburns erste große Liebe Adam. Sie musste ihn kurz vor seinem Tod in Dallas zurück lassen.

5 Jahre später kehrt sie dorthin zurück und der Schmerz und einige Dinge von damals begleiten sie immer noch. Eines Abends bleibt sie vor einer Galerie mit lauter Geständnissen am Schaufenster stehen und ist tief berührt von all diesen Bekenntnissen. So begegnet sie Owen, einem jungen Künstler, der sich durch diese Geständnisse zu seinen Bildern inspirieren lässt und der Gefühle in ihr weckt, von denen sie nicht glaubte sie noch einmal zu fühlen.
Doch beide haben Geheimnisse, die das alles zerstören könnten.


Cover und Gestaltung:


Das oben abgebildete Cover der Broschur finde ich sehr passend zur Geschichte, denn es zeigt ein Mäddchen Gesicht, dass aussieht wie in lila Acrylfarben gemalt. Die Farbgebung passt nicht nur zum Thema, sondern auch sehr gut zu den anderen Büchern der Autorin aus dem dtv Verlag.

Leider habe ich das Taschenbuch, was sehr schlicht in hellblau gestaltet ist mit einem Kreis in der Mitte, in dem ein Foto eines Mädchengesichts abgebildet ist. Solche fotographischen Gesichter gefallen mir auf dem Cover nicht, dieses ist viel zu kitschig und passt nicht zur Geschichte. Daher finde ich es schade, dass das Cover nochmal geändert wurde und werde mir das Buch wohl nochmal gebraucht als Broschur besorgen. 
Auf den Innenseiten des Einbands sind die Bilder des Künstlers Owen nochmal farbig dargestellt, was ich als Gestaltung sehr schön finde.


Meine Meinung:

Das Buch beginnt sehr traurig mit einer Szene, in der sich die 15 jährige Auburn von ihrer ersten großen Liebe Adam, der im Sterben liegt verabschieden muss.
Nach einem großen Zeitsprung von 5 Jahren begegnen wir der erwachsenen Auburn wieder, die gerade zurück nach Dallas gezogen, aber mit ihrem Leben und ihrer Situation so gar nicht glücklich ist. Doch dann trifft sie auf den Künstler Owen, von dessen Bildern sie zu tiefst berührt ist und der der erste Mann seit Jahren ist der wieder ungeahnte Gefühle in ihr wecken kann. 

Das Buch ähnelt somit sehr dem typischen Aufbau der Bücher von Colleen Hoover: 2 Menschen, die sich mit ungeahnter Wucht ineinander verlieben und Geheimnisse, die darauffolgend ans Licht kommen und der Liebe Steine in den Weg legen. 

Das Konzept ist eigentlich nicht so innovativ und auch sonst überhaupt nicht mein Genre. Dennoch liebe ich die Bücher der Autorin. Das liegt vor allem an dem wahnsinnig emotionalen, gefühlvollen und sinnlichen Schreibstil von Colleen Hoover, der ein wohlig warmes Gefühl in einem erzeugt und mit dem man sich in der Atmosphäre des Buches so wohl fühlt, dass man gar nicht mehr auftauchen will. Dabei gelingt es ihr aber immer nicht zu sehr ins kitschige abzudriften.

Außerdem sind es bei Colleen Hoover keine der typischen Teenieproblematiken, die der Rest des Young/New Adult Einheitsbreis beinhaltet, sondern sie behandelt oft schwierige Themen in ihren Büchern. Da es viel vom Spannungsbogen ausmacht, möchte ich hier nicht näher darauf eingehen, um welche es sich dabei in dieser Geschichte handelt, aber auch hier hat die Autorin wieder schwere und traurige Schicksale geschaffen, die einen als Leser berühren und mitreißen. Und nicht nur die Protagonisten Auburn und Owen tun dies, sondern Colleen Hoover hat auch wieder ganz tolle Nebencharaktere geschaffen, allen voran Auburns schräge Mitbewohnerin.

Toll sind die Bilder, die als Owens Kunstwerke ins Buch eingearbeitet sind und in Wirklichkeit von dem Künstler Danny O`Connor stammen. Im Buch wird Owen von Geständnissen fremder Leute zu seinen Bildern inspiriert. Dazu hat die Autorin zahlreiche echte Geständnisse einfließen lassen, die teilweise sehr berührend, aber andere auch erschreckend und erschütternd sind. So erfährt man nicht nur die Geheimnisse von Auburn und Owen in dem Buch, sondern auch noch eine Menge anderer anonymer. Ein sehr passende und faszinierende Idee, die Colleen Hoover da mit in ihre Geschichte aufgenommen hat.

Auch wenn so einige Wendungen dabei waren, die man so nicht erwartet, hat es mich vom Spannungsbogen nicht ganz so gepackt wie "Looking for Hope", mein bisheriges absolutes Lieblingsbuch der Autorin. Dennoch fand ich die Geschichte, den Schreibstil und die Charaktere wieder wunderschön und muss unbedingt noch die ganzen restlichen Bücher der Autorin verschlingen.



Fazit:

Mit "Love and Confess" ist Colleen Hoover wieder einmal eine sehr emotionale und leidenschaftliche Geschichte gelungen. Kombiniert mit ernsten Themen, schwierigen Schicksalsschlägen und Hintergründen, die erst nach und nach enthüllt werden und die Spannung aufrecht erhalten ist Colleen Hoover wieder einmal ein Liebesroman mit einer tollen Mischung gelungen. Und die echten Bilder und Geständnisse in diesem Buch machen es erst recht zu etwas ganz besonderem.




Originalität    
  
Umsetzung     

 Schreibstil     

  Charaktere     


          Tempo        
    

         Tiefe       
  
      Lesespaß    





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