Sonntag, 31. Juli 2016

[Rezension] Die Nähe des Himmels - Nicholas Sparks

[Rezension] Die Nähe des Himmels - Nicholas Sparks


Titel: Die Nähe des Himmels (Band #1)
Autor: Nicholas Sparks
Seitenzahl: 464
Verlag: Heyne
ISBN-10: 3453810678
ISBN-13: 978-3453810679
Erscheinung Erstausgabe: 02.10.2006

Genre: Liebesroman




Inhalt:

Jeremy arbeitet als Wissenschaftsjournalist und glaubt nur an beweisbare Fakten. Mit Übernatürlichem hat er nichts am Hut. Bei seinen Recherchen über geisterhafte Lichter in einem kleinen Dorf in North Carolina lernt er die Bibliothekarin Lexie kennen, verliebt sich in sie und muss daraufhin seine bisherigen Überzeugungen überdenken, denn Lexie ist die Enkeltochter einer Hellseherin.



Cover und Gestaltung:

Das Cover zeigt ein Strandhaus und Fußspuren, die zum Meer hin führen. Mit dieser Darstellungsweise reiht es sich in die typische Covergestaltung von Nicholas Sparks Büchern ein.



Meine Meinung:

Für die sommerlichen Lesestunden hatte ich mal wieder Lust auf ein romantisches Buch für zwischendurch von Nicholas Sparks. 
Wie bei solchen Geschichten üblich ist die Story natürlich extrem vorhersehbar und weist kaum Überraschungen auf, deswegen lese ich solche Bücher auch eher selten und nur wenn ich mal ein paar gemütliche Stunden voller Romantik brauche. Im Gegensatz zu einigen anderen Büchern, die ich von ihm gelesen habe, schwingt doch in diesem Buch auch etwas das Übersinnliche mit. Ich war daher ziemlich gespannt, wie Nicholas Sparks dies in seine Handlung mit einbauen will. Doch dieser Nebenhandlungsstrang um die geisterhaften Lichtphänomene erwies sich am Ende als weniger faszinierend oder überraschend, als ich es mir am Anfang erhofft hatte.

Ansonsten hat das Buch für seine über 450 Seiten auch nicht wahnsinnig viel Inhalt zu bieten, im Gegenteil: die Geschichte plätschert eher so vor sich hin. Am Anfang passiert fast gar nichts außer den Recherchen von Jeremy, die bis ins Detail erläutert werden. Nachdem er Lexie kennen gerlernt hat versucht er ewig mit ihr anzubandeln, während sie sich dagegen sträubt. Während man aufgrund dieser Langatmigkeit der Geschichte aber eine gefühlte Ewigkeit daran liest, vergehen im Buch nur 2 Tage in denen sich die Liebesgeschichte entwickelt, was sich im Vergleich zu meiner Lesezeit schon recht komisch angefühlt hat.

Bis auf das ewige Sträuben Lexies gegen ihre Gefühle und das ewige Verstecken vor Jeremy, dass oft schon sehr kindisch wirkte, waren mir die Charaktere eigentlich ganz sympatisch. Aber ich konnte irgendwie trotzdem nicht so richtig mit ihnen mitfiebern, da mir bei diesem Buch irgendwie die Gefühlstiefe, die einen rührt und einem Gänsehaut beschert und welche gerade Sparks in vielen seiner Bücher so gut rüber bringen kann, hier  gänzlich fehlte.

Man sollte allerdings wissen, dass es zu diesem Buch noch eine Fortsetzung mit dem Titel "Das Wunder eines Augenblicks" gibt. Da das Ende zwar etwas abrupt, aber nicht zu offen ist, hatte ich dies erst gar nicht gemerkt. Eigentlich habe ich nach diesem Buch nicht sonderlich Lust die Geschichte noch fortzusetzen, aber da einige Leser meinten, dass das Buch als Gesamtwerk mit der Fortsetzung in einem ganz anderen Licht da steht, überlege ich es mir vielleicht doch noch irgendwann zu lesen, wenn ich mal ganz viel Zeit habe.



Fazit:

"Die Nähe des Himmels" ist der bisher schwächste Roman den ich von Nicholas Sparks gelesen habe. Das Buch ist sehr langatmig und die Geschichte plätschert nur so vor sich hin. Außerdem fehlte vor allem die Emotionalität und Gefühlstiefe, die die Romane von Nicholas Sparks sonst so auszeichnen.
Auch wenn die Fortsetzung besser ein soll, würde ich eher empfehlen zu einem anderen Buch des Autors zu greifen.





   Originalität     

   Umsetzung      

    Schreibstil      

     Charaktere     

        Tempo        

          Tiefe         

        Lesespaß      





                                                               

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