Dienstag, 28. Juli 2026

[Rezension] Vergiss nie - J.S. Monroe

[Rezension] Vergiss nie - J.S. Monroe

 

Titel: Vergiss nie - Ich weiß wer du wirklich bist.
Autor: J.S. Monroe
Seitenzahl: 496
Verlag: Blanvalet

ISBN-10: 3734108055
ISBN-13: 978-3734108051
Erscheinung Erstausgabe: 18.11.2019
Genre: Thriller
Handlungsort: Großbritannien (Wiltshire)


Klappentext:

Eine junge Frau steigt in einem kleinen englischen Dorf aus dem Zug. Ihre Tasche wurde gestohlen und mit ihr ihre Identität. Sie kann sich an nichts mehr erinnern. Noch nicht einmal an ihren Namen. Nur eines weiß sie noch: wo sie wohnt. Jetzt steht sie vor Tonys und Lauras Tür. Sie behauptet, dort zu leben. Die beiden behaupten, sie noch nie zuvor gesehen zu haben. Einer von ihnen lügt – und die Wahrheit ist so schockierend, dass sie das Leben der drei für immer zerstören könnte…


Cover und Gestaltung:

Auf dem Cover sieht man eine Person in gelben Regenmantel auf einer Lichtung im Wald stehen. Es ist ein düsteres atmosphärisches Design, dass gut zu einem Thriller passt. Der gelbe Titelschriftzug passt farblich zum Regenmantel und dient als Eyecatcher.


Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einer sehr spannenden und reizvollen Grundidee, als eine junge Frau mit Gedächtnisverlust bei Laura und Tony an die Tür klopft und behauptet in ihrem Haus gewohnt zu haben und dies sogar anhand von Erinnerungen an den Grundriss der Wohnung belegen will. Laura und Tony sind verwirrt, denn sie kennen die Frau nicht, erklären sich aber bereit ihr zu helfen und lassen sie erstmal bei sich im Gästezimmer übernachten. Als Leser überlegt man sofort wer von den dreien nicht die Wahrheit sagt. Und bald befinden sich alle auf der Suche nach der Psychopathin Jemma Huish.

Die Geschichte spielt über 4 Tage, die als extra Teile im Buch abgegrenzt sind und wird kapitelweise abwechselnd aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass wir aus der Sicht von fast allen wichtigen Charakteren lesen. Dabei erzählt die junge Frau aus der Ich-Perspektive im Präsens, während man bei allen anderen Charakteren aus der 3. Person liest.
Die ländliche Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und Gerüchte sich blitzschnell verbreiten, hat mir zu Beginn als Setting auch sehr gut gefallen. Im letzten Drittel des Buches wechselt das Setting dann nochmal komplett.

Also eigentlich hatte das Buch zu Beginn alle Zutaten für einen guten Thriller nach meinem Geschmack. Aber leider hat das Buch dann im Verlauf zwei große Schwierigkeiten.
Zum einen ist es mit knapp 500 Seiten viel zu lang geraten. Der Autor verliert sich langatmig in Nebenhandlungen, die nicht von Bedeutung für die Geschichte sind und diese überhaupt nicht vorantreiben. Nach der Hälfte des Buches hat man dann die erste Teilauflösung, die die Richtung in die das Buch bis dahin ging völlig wieder über den Haufen wirft und man im Prinzip wieder ganz von vorne beginnt.
Leider hat mich aber die Wendung, die die Geschichte in der zweiten Hälfte des Buches nahm überhaupt nicht mehr überzeugen können. Alles wurde viel zu unrealistisch und unlogisch und wirkte als wollte man unbedingt noch ein paar mehr Wendungen in die Geschichte einbringen. Die Verhaltensweisen der Protagonisten wirkten alles andere als glaubwürdig. Ausserdem wurden auch einfach noch viel zu viele Schicksale und Zufälle nebenbei mit in die Geschichte eingebracht.


Fazit:

Der Thriller hatte eigentlich eine tolle Grundidee und ein atmosphärisches Setting, aus dem man viel hätte rausholen können. Er verliert sich aber leider spätenstens in der 2. Hälfte in völlig unrealistischen Wendungen und zog sich für mich beim Lesen durch die vielen unnötigen Nebenhandlungen wie ein Kaugummi.




 Originalität    
  
 Umsetzung     

 Schreibstil      

     Charaktere  

     
      Tempo        
      
    Tiefe            
  
      Lesespaß   



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