Mittwoch, 28. Februar 2024

[Rezension] Breakdown - Sie musste sterben und du bist Schuld - B.A. Paris

[Rezension] Breakdown - Sie musste sterben und du bist Schuld - B.A. Paris


Titel: Breakdown - Sie musste sterben und du bis schuld
Autor: B.A.Paris
Seitenzahl: 448
Verlag: Blanvalet

ISBN-10: 3734102642
ISBN-13: 978-3734102646
Erscheinung Erstausgabe: 20.08.2018
Genre: Psychothriller
Handlungsort: Großbritannien


Inhalt:

Als Cass nachts nach einer Feier bei Unwetter auf einer einsamen Landstraße nach Hause fährt, kommt sie an einem parkenden Auto vorbei. Sie getraut sich jedoch nicht auszusteigen und zu fragen, ob die Fahrerin im Auto Hilfe benötigt, sondern fährt weiter.

Am nächsten Tag erfährt Cass, dass die Frau später auf dieser Landstraße ermordet wurde und macht sich schreckliche Vorwürfe. Während sie von den schrecklichen Schuldgefühlen geplagt wird und nicht getraut sich jemanden anzuvertrauen, beginnt sie anonyme Anrufe zu erhalten und meint der Mörder ist nun auch hinter ihr her.


Cover und Gestaltung:

Das Cover zeigt die verschwommene Sicht aus einem Auto bei strömenden Regen und passt daher sehr gut zur Geschichte. Besonders schön finde ich auch, dass die Regentropfen teilweise haptisch erhoben sind und man diese fühlen kann, wenn man über das Cover streicht. Auch der Blauton und die teilweise zerfließende Schrift passen gut und sind eine Eyecatcher.


Meine Meinung:

Wir steigen sofort ins Geschehen ein, als Cass sich in einer regnerischen Nacht dazu entscheidet eine Abkürzung zu nehmen und über eine einsame Landstraße nach Hause zu fahren. Die Situation, als Cass ein Auto in einer Haltebucht stehen sieht und kurz anhält, sich aber nicht getraut auszusteigen und die Fahrerin zu fragen, ob sie Hilfe benötigt, ist dabei sehr atmosphärisch und gruselig beschrieben. Als die andere Fahrerin ihrerseits nichts signalisiert, fährt Cass aus Angst auszusteigen weiter.

Es ist an sich eine gute Ausgangssituation für einen Psychothriller. Allerdings reagiert Cass, als sie am nächsten Morgen erfährt, dass diese Frau, ermorded wurde doch unlogisch. Denn sie erzählt niemandem, dass sie nachts auf der Landstraße unterwegs war, sondern gibt der Polizei nur einen anonymen Hinweis. Und ihr vordergründiger Grund dafür ist nicht mal, dass sie nicht ihre Hilfe angeboten hat, sondern dass sie ihrem Mann versprochen hatte nicht diese Landstraße zu nehmen. Das fand ich als Erklärung, warum sie sich in einer Mischung aus Gewissensbissen und panischer Angst niemandem anvertraut doch etwas dünn.

Cass beginnt nach diesem Vorfall anonyme Anrufe zu bekommen, die sie sehr paranoid im Glauben machen der Mörder könnte sie gesehen haben und nun auch hinter ihr her sein. Dazu kommt, dass Cass seit einiger Zeit ständig Sachen im Alltag vergisst und dies immer weniger vor ihrem Mann und ihren Freunden verstecken kann. Ihre Mutter litt an früher Demenz und Cass macht sich zunehmend Sorgen diese Krankheit geerbt zu haben. Da Cass die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, weiß somit auch der Leser nie so genau, wie zuverlässig die Erzählung ist oder ob sie auch dabei manchmal das ein oder andere auslässt und vergisst.

Das Buch hat trotz einiger Längen in der Mitte doch eine ziemliche Sogwirkung und man rätselt als Leser die ganze Zeit mit, was oder wer hinter all diesen Geschehnissen stecken könnte und in wie weit man Cass als Erzählerin vertrauen kann.
Zur Auflösung führt dann ein doch ziemlich großer Zufall, was neben dem teils unlogischen Verhalten der Protagonistin 
mein zweiter Kritikpunkt an dem Buch ist.
Trotzdem hat es mir insgesamt viel Spaß gemacht das Buch zu lesen.


Fazit:

"Breakdown" ist ein unterhaltsamer Psychothriller, der eine Sogwirkung beim Lesen entfaltet. Trotz zweier Kritikpunkte an dem Buch, hat es mir deswegen sehr viel Spaß gemacht es zu lesen und mitzurätseln. Ich würde es jedem Fan von psychologischen Thrillern empfehlen und freue mich nun die anderen Bücher der Autorin noch zu lesen.




Originalität    
  
 Umsetzung   

 Schreibstil     

 Charaktere    

    Tempo        
      
    Tiefe          
  
  Lesespaß      



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