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Donnerstag, 28. Dezember 2017

[Rezension] Evil - Jack Ketchum

[Rezension] Evil - Jack Ketchum
 
Titel: Evil
Autor: Jack Ketchum
Seitenzahl: 336
Verlag: Heyne Hardcore
ISBN-10: 3453675029
ISBN-13: 978-3453675025
Erscheinung Erstausgabe: 01.01.2006

Genre: Thriller
Handlungsort: USA


Inhalt:

Als ihre Eltern bei einem Autounfall sterben kommen die Schwestern Meg und Susan zu ihrer Tante Ruth. Zunächst versuchen sich die beiden in deren Familienleben zu integrieren, doch schon bald will sich Meg die Demütigungen ihrer Tante nicht mehr gefallen lassen und sich ihr entgegen stellen. Dies mündet jedoch in einen kompletten Alptraum für sie.


Freitag, 17. Juli 2015

[Rezension] Heart.Beat.Love - James Patterson & Emily Raymond

[Rezension] Heart.Beat.Love - James Patterson & Emily Raymond


Titel: Heart.Beat.Love
Autor: James Patterson & Emily Raymond
Seitenzahl: 320
Verlag: dtv
ISBN-10: 3423761075
ISBN-13: 978-3423761079
Erscheinung Erstausgabe: 01.04.15

Genre: Jugendbuch






Inhalt:

Axi, eher als pflichtbewusst und "braves Mädchen" bekannt, bricht kurz vor ihrem Schulabschluss mit ihrem Freund Robinson überstürzt zu einem Road Trip quer durch die USA auf. Doch der verläuft bald anders als geplant. Statt mit dem Greyhound Bus durchs Land zu fahren, klauen sie Harleys und Autos und Axi beschließt endlich einmal unvernünftig zu sein und das Leben zu genießen. Doch dann schlägt das Schicksal gnadenlos zu....



Mittwoch, 1. Juli 2015

[Rezension] Einfach Schicksal - Cat Patrick und Suzanne Young

[Rezension] Einfach Schicksal - Cat Patrick und Suzanne Young


Titel: Einfach Schicksal
Autor: Cat Patrick und Suzanne Young
Seitenzahl: 304
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN-10: 3846600105
ISBN-13: 978-3846600108
Erscheinung Erstausgabe: 12.02.15

Genre: Jugendbuch






Inhalt:

Carolines Oma, bei der sie lebt und die für sie wie eine Mutter ist, wird nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Eines abends steht Caroline vor der Wahl, ob sie einen weiteren Abend zusammen mit ihrer Familie, zu der sie kein besonders gutes Verhältnis hat, bei ihrer Großmutter im Krankenhaus verbringt oder mit einer Freundin auf eine Party geht, um sich abzulenken. Diese eine Entscheidung scheint schwerwiegende Folgen für ihr gesamtes weiteres Leben zu haben.

In "Einfach Schicksal" werden beide potentielle Lebenswege für Caroline nach dieser Entscheidung durchgespielt.


Donnerstag, 14. Mai 2015

[Rezension] Das Institut der letzten Wünsche - Antonia Michaelis

[Rezension] Das Institut der letzten Wünsche - Antonia Michaelis


Titel: Das Institut der letzten Wünsche
Autor: Antonia Michaelis
Seitenzahl: 496
Verlag: Knaur HC
ISBN-10: 3764531215
ISBN-13: 978-3464531218
Erscheinung Erstausgabe: 01.04.2015

Genre: Belletristik, Gegenwartsliteratur






Inhalt:

Mathilda arbeitet zusammen mit ihrer Chefin Ingeborg im Institut der letzten Wünsche, welches versucht sterbenskranken Menschen ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Sei es ein letztes Mal Weihnachten zu feiern, noch einmal Schnee zu sehen oder ein Konzert einer längst verstorbenen Opernsängerin. Eines Tages betritt Birger Raavenstein das Institut mit dem letzten Wunsch seine große Liebe Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzufinden. Mathilda nimmt sich auch diesem Wunsch an, ist aber bald dabei eine wichtige Regel des Instituts zu brechen, nämlich die,sich nie in einen ihrer Klienten zu verlieben.



Freitag, 20. Juni 2014

[Rezension] Der Augensammler - Sebastian Fitzek

[Rezension] Der Augensammler - Sebastian Fitzek




Titel: Der Augensammler 
Autor: Sebastian Fitzek 
Seitenzahl: 444
Verlag: Droemer
ISBN-10: 3426503751
ISBN-13: 978-3426503751
Erscheinung Erstausgabe: 27.05.2010





Lesezeitraum:

14.06.2014 - 17.06.2014


Inhalt:

Alexander Zorbach, ein Ex Polizist, ist nun als Journalist bei einer Zeitung angestellt. 
Seine neusten Berichte befassen sich mit dem Fall des Augensammlers, der in Berlin mit seinen Opfern Verstecken spielt. Dabei hat er sich eine perfide Variante dieses altbekannten Kinderspiels ausgedacht. Er tötet die Mütter, entführt die Kinder und gibt den Vätern dann 45 Stunden Zeit ihr Kind wieder zu finden. Nach Ablauf dieses Ultimatums, stirbt das Kind in seinem Versteck und er trennt ihm ein Auge heraus.
Die Polizei tappt im Dunkeln, bis Alina, eine blinde Physiotherapeutin bei Zorbach auftaucht und behauptet sie habe am Vortag den Augensammler behandelt. Zusammen mit ihr macht Zorbach sich auf die Suche nach den zuletzt vom Augensammler entführten Zwillingen Tobias und Lea Traunstein. Doch da er durch Alinas Visionen einiges an Täterwissen besitzt, gerät er bald selbst mehr und mehr ins Fadenkreuz der Ermittlungen und wird unbewusst  zu einer Spielfigur im Spiel des Augensammlers: einem Spiel mit Schicksal und Zufall. 


"Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Und er spielt es, bis die gesamte Familie daran zerbrochen ist. Er spielt es bis zum Tod."


Cover und Gestaltung:


Das Cover der gebundenen Ausgabe ist durch das gelbe Band in der Mitte, auf dem der Titel aufgedruckt ist auf jeden Fall ein Eyecatcher. Allerdings ist es ziemlich nichtssagend und lässt keine Verbindung zum Buch zu. Da gefällt mir das Cover des 2. Teils ("Der Augenjäger") oder das der Taschenbuchausgabe viel besser.


Meine Meinung:


"Es gibt Geschichten, die sind wie tödliche Spiralen und graben sich mit rostigen Widerhaken tiefer und tiefer in das Bewußtsein dessen, der sie sich anhören muss. [...] Geschichten, die niemals begonnen haben und auch niemals enden werden, denn sie handeln vom ewigen Sterben."


Gleich zu Beginn des Buches fällt dessen ungewöhnliche Gliederung auf, denn es beginnt mit einem Epilog, dem das letzte Kapitel folgt, in dem wir Zeuge eines traumatischen Erlebnisses des Protagonisten Alex Zorbach werden. Im Folgenden lässt Fitzek sowohl die Kapitelnummerierungen, als auch die Seitenzahlen rückwärts laufen bis das Buch schließlich mit dem Prolog abschließt. Dies ist natürlich einerseits sehr passend zum Herunterzählen des Ultimatums gemacht, andererseits bezweckt Sebastian Fitzek damit natürlich noch etwas ganz anderes, dass sich aber erst, wie bei ihm gewohnt auf den letzten (bzw in diesem Fall ersten) Seiten sehr logisch auflöst.


Den Einstieg in die Geschichte fand ich für Fitzek Verhältnisse eher gemächlich. Aber dafür hat man erstmal Zeit sich mit den ganzen Charakteren und Namen vertraut zu machen. Und davon gibt es einige. 

Mit jedem Kapitel vollzieht sich auch ein Perspektivwechsel. Die meisten Kapitel werden dabei in der Ich-Form von dem Journalisten Alexander Zorbach erzählt. Gelegentlich wechselt die Perspektive aber auch zu der blinden Alina, zu Zorbachs Assistenten, den beiden Ermittlern, dem Opfer Tobias Traunstein und sogar zum Augensammler selbst.
Sehr gut dargestellt fand ich die Protagonisten Alex Zorbach und Alina. Trotz das die eigentliche Handlung des Buches nur knapp 2 Tage dauert, sorgen viele Erinnerungen und Rückblenden dafür, dass man eine Beziehung zu beiden aufbauen kann. Alexander Zorbach ist ein ehemaliger Polizeipsychologe, der durch ein einschneidendes Ereignis in seinem früheren Beruf geläutert und traumatisiert ist und seitdem an Wahrnehmungsstörungen leidet. Privat ist er gescheitert, verwirrt und von Selbstzweifeln geplagt. Diese Schwächen machen ihn zu einer authentischen sympathischen Figur. 
Besonders gut gefallen haben mir auch die Kapitel aus Alinas Sicht, in denen man interessante und informative Einblicke in die Welt von Blinden erhält und Fitzek mit einigen Klischees diesbezüglich aufräumt. Ihre Emotionen, Gedanken und Gefühle fand ich sehr gut geschildert. Man merkt deutlich, dass Sebastian Fitzek sehr ausführliche Recherche zu diesem Thema betrieben haben muss und er erwähnt auch in der Danksagung, dass er sich sogar mit einigen Blinden dazu getroffen hat. 


"Es gibt nur wenige Momente, in denen es uns Menschen gelingt, einzig und allein für den Augenblick zu leben. In denen es keine Zukunft und keine Vergangenheit gibt, nur ein Hier und Jetzt."


Zu Anfang baut sich die Geschichte doch etwas langsamer auf als in Fitzeks anderen Büchern. Aber die unerklärbaren und mysteriösen Begebenheiten sorgten bei mir, wie bei allen seinen Büchern dafür, dass meine Leselust und mein Lesetempo schnell stiegen.

Spätestens zur Hälfte des Buches wird es dann zum gewohnten Pageturner, mit den Fitzek typischen Cliffhangern am Ende eines jeden Kapitels, so dass ein konstant hoher Spannungsbogen entsteht. Dieser steigert sich zum Showdown hin nochmals und man fliegt nur so durch die Seiten und kann das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. 
Fitzeks Schreibstil ist gewohnt spannend, rasant und unerwartet. Er legt mehr Wert darauf die Handlung voran zu treiben, als auf Beschreibungen bis ins kleinste Detail. Das Buch enthält einige ziemlich schaurige und überraschenderweise auch grausamere Momente, als ich von Fitzek bis jetzt gewohnt bin. 

Ich weiß von seinen anderen Büchern, dass man keiner von Fitzeks Figuren trauen kann und hatte somit eigentlich jede Figur zu irgendeinem Zeitpunkt im Verdacht. Aber auf die tatsächliche Auflösung, wie alles zusammenhängt und warum das Buch diesen besonderen Aufbau hat, bin ich dennoch natürlich wieder nicht gekommen.

Es ist wieder ein sehr ausgeklügelter, clever aufgebauter und unvorhersehbarer Plot, der in einen gut inszenierten und stimmigen Showdown mündet. Als ich dieses Buch zu Ende gelesen hatte, musste ich es erstmal zuklappen und tief durchatmen. Einerseits vom schnellen lesen der letzten Seiten, andererseits durch dieses aufwühlende Ende, dass mich ziemlich fassungslos zurück lies.


"Je älter wir werden, desto mehr fußt unser Leben auf uneingelösten Versprechungen."


"Jeder Mensch erreicht irgendwann einen Punkt, in dem sein Leben endet und das Sterben beginnt. Eine unendlich kleine, aber messbare, logische Sekunde, in der wir eine unsichtbare Grenze überschreiten, die den Wendepunkt unseres Daseins markiert."


Fazit:

"Der Augensammler" ist ein packender, raffiniert aufgebauter Thriller, wie man es von Sebastian Fitzek gewohnt ist. Vor allem die zweite Hälfte des Buches ist wieder unheimlich rasant erzählt und macht ein Weglegen des Buches nahezu unmöglich. Der Plot ist schaurig und schonungslos und lässt das altbekannte Versteckspiel in einem ganz anderen Licht erscheinen. Ich kann es allen Thriller Liebhabern nur empfehlen und werde nun schnellst möglich die Fortsetzung "Der Augenjäger" lesen.


Insgesamt erhält dieses Buch von mir 4,5 Sterne.





       Originalität    

       Umsetzung    

       Schreibstil      

       Charaktere      

            Tempo        

          Lesespaß       

             

Die Reihe:


              





Freitag, 16. Mai 2014

[Rezension] Weil ich Will liebe - Colleen Hoover

[Rezension] Weil ich Will liebe - Colleen Hoover


 
Titel: Weil ich Will liebe 
Autor: Colleen Hoover 
Seitenzahl: 368
Verlag: dtv
ISBN-10: 3423715847
ISBN-13: 978-3423715843
Erscheinung Erstausgabe: 01.05.2014





Lesezeitraum:

08.05.2014 - 11.05.2014


Achtung: dies ist die Rezension zu einem 2. Teil einer Reihe und kann daher Spoiler aus dem ersten Teil enthalten! Alle die bis jetzt noch nichts von Will und Layken gehört haben sollten sich erstmal hier hin begeben.


Inhalt:

Will und Layken haben ihr Leben als Patchworkfamilie mit ihren jüngeren Brüdern geordnet und alles scheint harmonisch zu sein. Doch dann taucht plötzlich Wills Ex-Freundin Vaughn wieder an seiner Uni auf. Will beschließt Layken davon nichts zu erzählen, doch dies stellt ihre Beziehung auf eine harte Probe und lässt Layken einiges hinterfragen....



Cover und Gestaltung:

Das Cover ist ähnlich wie der erste Teil gestaltet, nur dass hier der Farbklecks, in dem der Titel steht türkis ist, was mir persönlich etwas besser gefällt als das pink. Auch dieses Cover ist sehr schlicht gehalten und nichts was mir im Gedächtnis bleiben würde.
Die deutschen Titel der Reihe finde ich etwas unlogisch und irreführend, da der erste Band "Weil ich Layken liebe" aus der Sicht der weiblichen Protagonistin Layken erzählt wird und der zweite Band "Weil ich Will liebe" aus Sicht des männlichen Protagonisten Will geschrieben ist. Anders herum fände ich die Titel passender und logischer.


Meine Meinung:

Nachdem ich den ersten Band der Reihe: "Weil ich Layken liebe" in 2 Tagen verschlungen hatte, musste ich gleich mit dem zweiten Band weitermachen. Allerdings war die Entscheidung die beiden Bände direkt hintereinander zu lesen wohl doch nicht so gut, denn der Perspektivwechsel war für mich am Anfang dann doch sehr verwirrend. Der zweite Band wird aus Sicht von Will erzählt. Ich war allerdings aus dem ersten Band immer noch so gewöhnt an Laykens Sichtweise, dass ich am Anfang immer noch das Gefühl hatte, dass sie das Ganze erzählt. Teilweise fand ich Wills Gedankengänge aber auch wirklich etwas weiblich, so dass ich die beiden anfangs sogar an manchen Stellen verwechselte.
Im Verlauf des Buches habe ich mich dann aber mehr und mehr daran gewöhnt. Gut fand ich, dass Will viele vergangene Momente aus dem ersten Band reflektiert und man so nochmal seine Gefühle dazu zu lesen bekommt. Mit zunehmender Länge des Buches mochte ich ihn sogar noch mehr als im 1. Band.

Die Handlung des zweiten Teils beginnt etwa 1 Jahr nach dem 1. Band bzw. schließt sich fast nahtlos an den Epilog des ersten Bandes an.
Im ersten Drittel des Buches passiert noch nicht allzu viel. Man bekommt erstmal zu lesen, wie Will und Layken ihr Leben mit ihren beiden jüngeren Brüdern als Patchworkfamilie zusammen mit ihren Freunden Eddie und Gavin meistern. Besonders das Spiel "Säurebad und Zuckerstück", dass sie jeden Abend beim Essen spielen und bei dem jeder das negativste und das positivste Ereignis aus seinem Tag erzählt fand ich toll. Insgesamt fand ich den Einblick in den Alltag von Will und Layken ganz schön, aber es konnte mich noch nicht so richtig packen, da das Buch zu diesem Zeitpunkt etwas vor sich hin plätscherte und sehr vorhersehbar war. Man hatte zwar immer das Gefühl, dass die große Katastrophe gleich kommt, aber es dauerte dann doch ein bisschen bis die Handlung so richtig einsetzt und auch dann gab es teilweise ein paar zu viele Hin und Her Passagen für meinen Geschmack.
Im letzten Drittel nimmt das Buch aber dann noch eine Wendung, mit der man so nicht gerechnet hat und wird dann doch noch sehr dramatisch.

Es war schön die ganzen lieb gewordenen Charaktere wieder zu treffen. Zu den meisten hatte ich schon in meiner Rezension zum ersten Teil mehr geschrieben. Neu dazu kommen Sherry mit ihrer Tochter Kiersten, die neuen Nachbarn von Will und Layken. Diese bringen definitiv frischen Wind in die Geschichte. Besonders die besserwisserische Kiersten, die so gar nichts von einer 11 jährigen hatte mochte ich sehr gern. Die Kinder sorgen wie auch schon im ersten Teil dafür, dass auch der Humor und die Leichtigkeit in der Geschichte nicht zu kurz kommen. Und auch über Wills Großeltern und seinen technisch interessierten twitternden Opa mit den smarten Handys und den Twitts konnte man ordentlich schmunzeln.
Laykens Mutter Julia habe ich in diesem Band etwas vermisst. Aber ihr letztes Geschenk für Will und Layken sorgt dafür, dass auch sie einen wundervollen und wichtigen Teil in dieser Geschichte einnimmt.

Der Schreibstil ist wie im ersten Teil sehr locker, erfrischend und lebhaft, so dass sich auch dieses Buch sehr flüssig lesen lässt und man es schnell verschlungen hat. Ebenso wird die Geschichte wieder durch Poetry Slam Texte aufgelockert. Leider sind allerdings nicht so viele enthalten und sie haben mich nicht ganz so berührt wie die im ersten Band. Statt der einleitenden Songzitate des ersten Teils, werden die Kapitel diesmal mit Tagebucheinträgen von Will eingeleitet, die ich sehr schön fand, da sie seine Gefühle nochmal richtig zum Ausdruck gebracht haben. Genauso wie der erste Teil ist auch dieser sehr emotionsgeladen, mitreißend und mit wahnsinnig viel Gefühl geschrieben. 


Zitate:

"Wäre ich ein Zimmermann, würde ich dir ein Fenster zu meiner Seele zimmern.
Wenn du hineinschauen würdest, sähest du dich selbst in der Scheibe gespiegelt.
Und dann wüsstest du. dass meine Seele ein Spiegelbild von deiner ist." - Will Seite 54



"Manchmal müssen sich Menschen voneinander entfernen, um zu spüren, wie sehr sie einander brauchen." – Julia Seite 138


"Das Herz eines Mannes, das nicht von der Liebe
einer Frau erfüllt wird, ist keins.
Das Herz einer Frau,
das nicht von der Liebe zu einem Mann
erfüllt wird, ist keins.
Aber ein Herz zu haben,
das liebt und geliebt wird,
kann schmerzhafter sein,
als keines zu haben,
denn wo nichts ist,
kann auch nichts brechen!" -
Will Seite 211



Fazit:

"Weil ich Will liebe" vereint wie auch schon der erste Band sämtliche Emotionen in einer Geschichte. Man kann nochmal mit den lieb gewonnenen Charakteren mitfiebern, mitlachen und mitleiden. Es ist ganz gut als Fortsetzung, auch wenn es an den ersten Band nicht heran kommt.


Insgesamt erhält dieses Buch von mir 3 Sterne.





       Originalität       

        Umsetzung       

        Schreibstil        

       Charaktere        

            Tempo           
             

 
Die Reihe:





Sonntag, 11. Mai 2014

[Rezension] Weil ich Layken liebe - Colleen Hoover

[Rezension] Weil ich Layken liebe - Colleen Hoover



Titel: Weil ich Layken liebe 
Autor: Colleen Hoover 
Seitenzahl: 352
Verlag: dtv
ISBN-10: 3423715626
ISBN-13: 978-3423715621
Erscheinung Erstausgabe: 01.11.2013





Lesezeitraum:

06.05.2014 - 07.05.2014


Inhalt:

Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18 jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel von Texas nach Ypsilanti in Michigan, da sie sich ihr früheres Leben mit nur einem Einkommen nicht mehr leisten können. Layken ist nicht sehr glücklich über ihren Umzug, bis sie gleich an ihrem ersten Tag in Ypsilanti ihren Nachbar Will kennen lernt. Beide spüren sofort eine Verbindung und eine magische Anziehungskraft und verlieben sich ineinander. Nach wenigen Tagen des Glücks befinden sie sich aber in einer für beide unerwarteten Situation wieder, die eine Beziehung zwischen ihnen unmöglich zu machen scheint.



Cover und Gestaltung:

Das Cover ist in weiß und pink gehalten. Die jeweiligen Anfangsbuchstaben der Wörter des Titels sind in schwarz gedruckt und ergeben den Vornamen des männlichen Protagonisten, was ich eine ganz nette Idee fand. Aber ansonsten ist das Cover sehr schlicht und nichts was einem im Gedächtnis bleibt.
Die deutschen Titel der Reihe finde ich etwas unlogisch und irreführend, da der erste Band "Weil ich Layken liebe" aus der Sicht der weiblichen Protagonistin Layken erzählt wird und der zweite Band "Weil ich Will liebe" aus Sicht des männlichen Protagonisten Will geschrieben ist. Anders herum fände ich die Titel passender und logischer.


Meine Meinung:

Eigentlich konsumiere ich ja vergleichsweise wenige Liebesgeschichten, aber in diesem Buch steckt, auch wenn es am Anfang den Anschein macht keine außergewöhnliche Story zu enthalten, wirklich mal wieder eine sehr emotionale und tiefgehende Liebesgeschichte, wie ich sie auch sehr gern lese.
Der Beginn und die ersten Treffen von Will und Layken sind wirklich sehr süß beschrieben. Dennoch dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch es wäre eine Geschichte wie viele andere. Aber spätestens an dem Punkt, an dem das Leben diese beiden Menschen so unerwartet wieder auseinander reißt hatte mich dieses Buch gepackt. Colleen Hoover erzählt diese Geschichte von 2 Menschen, die nicht zusammen sein dürfen auf so eine unglaublich einfühlsame, zärtliche und gefühlvolle Weise, dass man einfach nur in der Geschichte versinkt, ein Teil von ihr wird und gar nicht anders kann, als mit zu fiebern, mit zu lachen und auch mit zu trauern.
Dabei bleibt es inhaltlich nicht nur bei dieser unerfüllten Liebe, sondern das Buch entwickelt sich auch noch in eine andere Richtung und thematisiert ebenso einfühlsam Laykens Beziehung zu ihrer Mutter.

Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet und man muss sie einfach gern haben. Erzählt wird das Ganze aus Laykens Sicht. Sie wirkt teilweise noch etwas kindisch und sehr stur und hat im Buch den ein oder anderen heftigen Wutanfall, aber gerade dies macht sie meiner Meinung nach zu einem so authentischen und bodenständigen Charakter. Man kann sich so richtig in sie hinein versetzen, mit ihr mitfühlen und mit ihr durch die emotionalen Höhen und Tiefen gehen als würde man alles selbst erleben.
Will wirkt auf jeden Fall viel ruhiger, reifer und vernünftiger, aber auch sehr sensibel. Durch seine Hintergrundgeschichte hat er schon sehr viel Verantwortungsbewusstsein, was ich bewundernswert für sein Alter fand. Auch ihn muss man einfach mögen, wenn auch manche seiner Handlungen im Verlauf des Buches für mich nicht ganz nachvollziehbar waren.
Caulder und Kel, die beiden kleinen Brüder von Will und Layken kann man ebenfalls nur in sein Herz schließen. Sie bringen trotz der teilweise traurigen Themen die Leichtigkeit und Komik in die Geschichte.
Und Eddy, Laykens beste Freundin fand ich anfangs noch ziemlich schräg, aber dann mochte ich sie total in ihrer flippigen, und trotz ihrer schrecklichen Vergangenheit immer fröhlichen und lebensbejahenden Art.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig, so dass es sich sehr schnell lesen lässt, aber vor allem auch wahnsinnig gefühlvoll. 
Jedes Kapitel wird mit einem Zitat aus einem Songtext der Band "Avett Brothers", einer US-amerikanischen Folkrock-Band aus North Carolina eingeleitet. Dies fand ich sehr schön, da diese Songlyrics sehr passend zu den Gefühlen der Personen im jeweiligen Kapitel waren.
In den Fließtext sind immer wieder Poetry Slams, also kurze selbst geschriebene Gedichte, die aus dem eigenen Leben gegriffen sind und in Form von Wettbewerben vor Publikum vorgetragen werden, eingebunden. Diese haben mir sehr gut gefallen, obwohl ich sonst mit Poesie eigentlich nicht so viel anfangen kann. Aber in dieser Form von Poetry Slams lernt man zum einen Wills und Eddys Vergangenheit näher kennen, zum anderen drücken sie in unglaublicher Weise die Gefühle der vortragenden Personen aus, so dass ich bei den meisten der Gedichte eine Gänsehaut bekommen habe.
Schade fand ich, dass man diese Gedichte in der deutschen Fassung auch mit übersetzt hat. Ich hätte es besser gefunden, wenn diese im englischen Original beibehalten worden wären, wo ich sie mir noch schöner vorstelle. Gerade weil bei einigen auch einfach das Wortspiel verloren geht, z.B.: wenn Will ein Gedicht vorträgt in dem ein See vorkommt, der Layken (Lake=Laykens Spitzname = See) symbolisieren soll. Dies macht dann auf deutsch einfach überhaupt keinen Sinn mehr.


Fazit:

"Weil ich Layken liebe" ist eine rührende, sehr emotional geschriebene Liebesgeschichte, die alle Emotionen vereint. Sie ist wunderschön, melancholisch, teilweise komisch, aber zugleich auch tragisch und in manchen Momenten tief traurig.

Mich konnte das Buch komplett in seinen Bann ziehen und erhält von mir insgesamt 4 Sterne.






Originalität       

Umsetzung       

Schreibstil        

Charaktere        

    Tempo          
             

 
Die Reihe: