Freitag, 10. Juni 2016

[Rezension] Nachtsonne: Flucht ins Feuerland - Laura Newman

[Rezension] Nachtsonne: Flucht ins Feuerland - Laura Newman


Titel: Nachtsonne
Autor: Laura Newman
Seitenzahl: 304
Verlag: Books on Demand
ISBN-10: 373862712X
ISBN-13: 978-3738627121
Erscheinung Erstausgabe: 26.03.2014

Genre: Dystopie, Jugendbuch





Inhalt:

In einer nicht allzu fernen Zukunft beginnt die Sonne zu sterben. Die Erdoberfläche erwärmt sich und ist für ein Leben auf der Erde zu heiß geworden. Die Überlebenden leben daher unter der Erde in einem so genannten HUB. Man lehrt ihnen, dass sie die einzigen Überlebenden sind. Doch eines Tages belauscht Novas Freund Marzellus ein Gespräch, in denen es um Bewohner aus anderen HUBs geht. Nova und ihre Freunde beginnen langsam zu zweifeln, ob man ihnen die Wahrheit sagt. Doch da ist es schon zu spät und sie müssen die Flucht ergreifen. Aber der einzige Ort an den sie flüchten können ist die Oberfläche und damit das unbekannte unwirtliche Feuerland.



Cover und Gestaltung:

Laura gestaltet ihre Cover ja immer selbst und bis jetzt haben mir alle davon gefallen. 

Hier hat sie ein sehr schönes ausdrucksstarkes Cover geschaffen, dass sofort ins Auge springt. Es zeigt die Sonne als große gelbe Kugel und ein Mädchen, das über den Boden läuft, der so trocken ist, dass er in Furchen aufgesprungenen ist. Es wird sofort deutlich, dass es wohl um das Überleben in einer trockenen kargen Welt geht und die Hitze ist schon beim Betrachten des Covers spürbar. 


Meine Meinung:

Bei "Nachtsonne" handelt es sich um eine Dystopie, die in einer Zukunft angesiedelt ist, in der die Sonne beginnt zu sterben und die Oberfläche der Erde bereits um die 50 Grad heiß und so nicht mehr für viel Leben geeignet ist. Deshalb haben sich die Menschen unter die Erde in sogenannte HUBs zurückgezogen die mehrstöckig sind und aus verschiedenen Levels bestehen.
Man steigt sofort in Kapitel 1 mitten ins Geschehen ein und das Buch ist von Anfang an sehr spannend und geheimnisvoll, was mir sehr gut gefiel. Die Hintergrundgeschichte über das Leben unter der Erde in den HUBs und wie es dazu kam wird dann nach und nach im Verlauf der Geschichte eingestreut.
Der Spannungsbogen bleibt über das gesamte Buch hinweg auf hohem Level, da nach und nach immer mehr Wahrheiten ans Licht kommen. Und die Freunde fangen immer mehr an zu zweifeln. So konnte man das Buch kaum aus der Hand legen und hat es auch aufgrund des lockeren jugendlichen Schreibstils schnell durchgelesen.

Die Charaktere sind sympatisch gezeichnet. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der weiblichen Protagonistin Nova in Ich-Perspektive. In sie kann man sich sehr gut hinein versetzten, auch wenn ich mir teilweise auch Kapitel aus Sicht der Nebencharaktere gewünscht hätte, um diese besser kennenzulernen.
Nova ist sehr neugierig und beginnt sich Fragen über die Notwendigkeit des Lebens im HUB zu stellen, realisiert auch die Überwachung dort und hat sich schon öfter eine Veränderung in ihrem eintönigen Leben gewünscht.  Sie ist ebenfalls eine mutige Protagonistin und behält gerne die Kontrolle. 
Ihr Freundin Nume ist hingegen eher zurückhaltend und schüchtern und wirkt anfangs sehr zerbrechlich. Sie macht aber im Verlauf der Geschichte eine große Entwicklung durch. Sie trauert um ihren Freund Mailo, der zu einem Außeneinsatz an die Oberfläche geschickt wurde, von wo noch nie jemand zurück gekehrt ist.
Begleitet werden sie von Jakob, Novas bestem Freund der das Leben im HUB aber nicht so in Frage stellt wie Nova und Marzello, der mit seinem belauschten Gespräch erst der Auslöser für die Flucht war sich als gelernter Techniker aber als unersetzlich erweist. 

Auch die in Jugendbüchern typische Liebesgeschichte entwickelt sich hier in der zweiten Hälfte des Buches. Diese kam aber für mich etwas aus dem Nichts und ich bin kein Fan davon, dass überall noch Liebesgeschichten rein gequetscht werden müssen. Meiner Meinung nach hätte man diese auch ruhig weglassen können und das Buch hätte trotzdem mit seiner Idee und dem Setting überzeugt.

Viel mehr kann man eigentlich nicht dazu schreiben, um nicht zu viel zu verraten, denn das Buch hält einige Überraschungen und Wendungen bereit. 
Es endet zwar nicht mit einem Mega Cliffhanger, aber doch offen, so dass man sich darüber im Klaren sein muss, dass es sich hierbei um den Auftakt einer Trilogie handelt. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Folgebände und werde die Reihe weiter verfolgen.



Fazit:

"Nachtsonne" ist ein spannender Auftakt zu einer Dystopie mit interessantem Setting, der obwohl der erste Band einer Trilogie schon viele Geheimnisse lüftet und Überraschungen bereit hält. Ein tolles Jugendbuch, das gleichzeitig auch zum Nachdenken über unseren Planeten und seine Ressourcen anregt.





   Originalität     

   Umsetzung      

    Schreibstil      

     Charaktere     

        Tempo        

          Tiefe         

        Lesespaß      



                                                               

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